Peking
Wer meint, Peking zu kennen, wird schnell eines Besseren belehrt. Denn kaum eine andere Stadt auf der Welt wandelt sich so rasant wie Chinas Hauptstadt und vereint dabei so viele Gegensätze. Doch eines bleibt: Peking ist auf dem besten Weg zur In-Metropole und hat sich pünktlich zu den Olympischen Spielen ordentlich herausgeputzt.
Eine Stadt erfindet sich neu
Wer Peking besucht, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. So hart prallen die Gegensätze aufeinander, so rasant wandelt sich fast monatlich das Stadtbild. 15,5 Millionen Menschen leben in Chinas Hauptstadt, auf etwa 16800 Quadratkilometern, in unzähligen Parallelwelten. Tag für Tag umgibt sie ein bunter Cocktail aus Fortschritt und Tradition, Reichtum und einfachem Leben.
Schlaflos in Peking
Chinas Öffnung hat in Peking eine wahre Partyrevolution nach sich gezogen. Gab sich das Reich der Mitte einst sittenstreng und genussfeindlich, hat sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt: Wer hart arbeitet, soll auch kräftig feiern.
Chin chin, China!
Peking ist so groß, dass die Dimension der Stadt bestenfalls zu erahnen sind. Zum Glück konzentriert sich auch die Barszene auf bestimmte Viertel, sodass man nie lange suchen muss, wenn die Nacht zum Tag werden soll.
Eine Stadt erfindet sich neu
Wer meint, Peking zu kennen, wird schnell eines Besseren belehrt. Denn kaum eine andere Stadt auf der Welt wandelt sich so rasant wie Chinas Hauptstadt und vereint dabei so viele Gegensätze. Doch eines bleibt: Peking ist auf dem besten Weg zur In-Metropole und hat sich pünktlich zu den Olympischen Spielen ordentlich herausgeputzt.
Am Nordbahnhof bahnen sich Tausende Männer in schicken Anzügen ihren Weg in die umliegenden Bürogebäude, während die Bewohner der Hutong, der alten schmalen Gassen, in aller Ruhe vor der Tür sitzen, Tee trinken und Domino spielen. Mondäne Einkaufszentren verbreiten Glanz und Glamour, während in den Taxis Maobilder vom Rückspiegel baumeln. In den Fitness-Clubs stählen junge Manager ihre Körper, während ältere Menschen in den Parks Drachen steigen lassen und mit Wasser kalligrafische Zeichen auf den Boden pinseln.
Wer Peking besucht, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. So hart prallen die Gegensätze aufeinander, so rasant wandelt sich fast monatlich das Stadtbild. 15,5 Millionen Menschen leben in Chinas Hauptstadt, auf etwa 16800 Quadratkilometern, in unzähligen Parallelwelten. Tag für Tag umgibt sie ein bunter Cocktail aus Fortschritt und Tradition, Reichtum und einfachem Leben.
In Peking werden immer neue Baurekorde gebrochen. Am besten, du gehst selbst auf Entdeckungstour, zum Beispiel durch das Business District im Osten der Stadt, rund um den hypermodernen CCTV-Turm. In nur zehn Jahren wurde die Geschäfts- und Wohnwelt errichtet. Oder zum kolossalen Hauptstadtmuseum, in dem Besucher sich so klein fühlen wie in einer Kathedrale
Verbotene Stadt
Oder zum Nationalstadion von Herzog & de Meuron, im Volksmund Vogelnest genannt. Wie kein anderer Bau symbolisiert es Chinas Kraft und Dynamik.
Bei allem Schneller, Höher, Weiter – Peking hat in den vergangenen Jahren auch den Genuss für sich entdeckt. Ob bei einem raffinierten Essen und oder einer asiatischen Massage, im 789 Art District oder in der Pekingoper: In der alten Kaiserstadt kommen fast alle Sinne auf ihre Kosten. Wenn du dem nervösen Trubel des neuen Pekings für eine Weile entkommen möchtest, findest du Ruhe in der Verbotenen Stadt und im Himmelstempel aus dem 15. Jahrhundert.
Die Seele der Stadt jedoch wirst du in den Augen der herzlichen, offenen Menschen sehen. Sie werden dich anlächeln. Wenn du zurücklächelst, bist auch du in Peking angekommen.
Nationalstadion (Vogelnest)
Schlaflos in Peking
Chinas Öffnung hat in Peking eine wahre Partyrevolution nach sich gezogen. Gab sich das Reich der Mitte einst sittenstreng und genussfeindlich, hat sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt: Wer hart arbeitet, soll auch kräftig feiern. Und jeder kann dabei sein.
Pekings wachsende Mittelschicht genießt die neuen Freiheiten in vollen Zügen, die Jugend entdeckt den Individualismus für sich. Junge Frauen in Designerklamotten nutzen die Stadt als Catwalk, erfolgreiche Geschäftsmänner stellen stolz ihre Luxuskarossen zur Schau. Erlaubt ist, was gefällt – ob bei Tag oder Nacht, auf den Straßen oder in Pekings Clubs.
Besonders turbulent tobt das Nachtleben im Viertel Sanlitun, in der Nanluogu Xiang, am Ufer des Hou Hai und rund ums Arbeiterstadion im Bezirk Chaoyang. Südlich vom Westtor liegt einer der angesagtesten Clubs der Stadt, das Cargo (6 Gongrentiyuchang Xilu). Die Macher fliegen regelmäßig Top-DJs aus aller Welt ein, das Publikum gibt sich ebenso hip wie tanzwillig.
Wer auf R&B, HipHop und Soul steht, sollte einen Abstecher ins Vics machen (Nordtor des Arbeiterstadions). Schon mit den ersten Takten des DJs fangen die meist jungen Gäste an zu tanzen – mehr Party geht nicht. Jeden Mittwoch ist Ladies’ Night, bis Mitternacht bekommen Frauen freie Getränke. Am Wochenende suchen viele Singles im Vics ihr Glück. Im Mix gegenüber bringen die DJs mit HipHop und R&B die Tanzfläche zum Kochen.
Das World of Suzie Wong (1A Nongzhanguannan Lu, Westtor des Chaoyang-Parks) verbindet den Flair einer Opiumhöhle aus den 1930er Jahren mit modernen Elementen. Die Gäste – Models, Geschäftsleute, Lebenskünstler – können auf traditionellen Holzbetten chillen, ausgefallene Cocktails genießen oder sich auf der kleinen Tanzfläche im zweiten Stock näher kommen. Abkühlung finden sie auf der kleinen Dachterrasse.
Und natürlich sind auch die Menschen in Peking verrückt nach Karaoke. Nach einem harten Tag im Büro entspannen sie sich mit ihren Kollegen beim Singen in einem Club. Und mit jedem Drink klingt es besser. Die meisten Clubs haben neben Mandopop-Songs auch englischsprachige Hits im Repertoire, zum Beispiel das Melody (A-77 Chaoxangmrnwai Dajie) oder das Partyworld (Fanli Building, 22 Chaowaishichang Jie).
Chin chin, China!
Peking ist so groß, dass die Dimension der Stadt bestenfalls zu erahnen sind. Zum Glück konzentriert sich auch die Barszene auf bestimmte Viertel, sodass man nie lange suchen muss, wenn die Nacht zum Tag werden soll.
Rund um die beiden Seen Qian Hai und Hou Hai finden Nachtschwärmer ebenso tolle Bars wie in der Straße Sanlitun Lu. Dort liegt auch die Q Bar des Easter Inn Hotels, eine der besten Cocktail-Lounges der Stadt. Die hervorragenden Drinks kannst du wahlweise an einem langen Tresen, in weichen Sofas oder auf der großen Dachterrasse genießen (Nan Sanlitun Lu).
Nicht weit davon entfernt lockt das Browns mit exzellenter Stimmung, Themenabenden und einem Weinturm, der bis an die Decke reicht. 500 Drinks stehen auf der Getränkekarte – das sollte reichen. Zu fortgeschrittener Stunde tanzen manche Gäste auf der Theke, die zu diesem Zweck extra mit einem Geländer ausgestattet worden ist (Nan Sanlitun Lu).
Tibetisch angehauchtes Design, WiFi für den Laptop und ein herrlicher Innenhof – das lockt ein buntes Völkchen aus Einheimischen, Einwanderern und Travellern aus aller Welt in die Passby Bar. Bei dezenter Musik und kühlen Drinks kannst du dich von der Hektik der Stadt erholen (108 Nanluogu Xiang).
Ebenfalls in einem umgebauten Hofhaus befindet sich die Bed Bar. Ihr Name ist Programm: Hier sitzt du auf traditionellen mit Kohle oder Holz beheizbaren Ziegelbetten, hier kannst du Wasserpfeife rauchen, leckere Tapas bei einem Glas pijiu (Bier) genießen oder einen baijiu probieren, den starken chinesischen Schnaps (17 Zhangwang Hutong).
Wenn es um stilvolles Design geht, hat das Centro im Kerry Centre Hotel Maßstäbe gesetzt. An der riesigen schwarzen Theke mixen die Barmänner leckere Drinks, die Gäste sitzen auf exzentrisch gemusterten Sofas, umgeben von Wänden in Golfballoptik. An Werktagen wird Live-Jazz gespielt, am Wochenende legt ein DJ auf (1 Guanghua Lu).
Erleuchtung wirst du in der Buddha Bar wahrscheinlich nicht finden, dafür aber jede Menge Erfrischung. Vor kurzem wurde die Bar renoviert und mit gemütlichen großen Sofas möbliert. Am besten schmeckt der Wein draußen am Ufer des Hou Hai, drinnen heizen Latin und Funk den Gästen ein (16 Yinding Qiao).